7 Fehler im Tonstudio – und wie du sie vermeidest
Der Weg vom ersten Take bis zum fertigen Song kann magisch sein – oder frustrierend. Viele Künstler machen im Studio typische Fehler, die sich vermeiden lassen. Hier sind sieben Dinge, die dir deine Aufnahme ruinieren können – und was du dagegen tun kannst.
1. Unvorbereitet ins Studio kommen
Ja, wir wissen, dass Spontanität kreativ sein kann – aber eine Studio-Session ist nicht der richtige Moment für „Mal sehen, was passiert“. Wenn du deinen Song nicht sicher beherrschst, kostet es wertvolle Studiozeit. Wie du dich optimal vorbereitest, haben wir bereits hier erklärt.
2. Falsche Erwartungen an Mixing & Mastering
Ein guter Mix kann viel aus deinem Song herausholen – aber er kann nicht zaubern. „Shit in – Shit out“ ist nicht nur ein Spruch, sondern Realität: Wenn deine Vocals unsauber eingesungen sind, wird aus dir kein Ariana Grande-Sound. Der beste Mix beginnt mit einer starken Aufnahme.
Was tun?
Achte auf saubere Takes mit Emotion.
Keine falsche Hoffnung auf „Autotune wird’s schon richten“.
Stimme, Timing & Performance müssen vor dem Mixing sitzen.
3. Zu viele Takes – oder zu wenige
Manche Künstler bestehen auf 50 Takes für eine einzige Zeile – andere denken, ein erster Versuch reicht. Beides ist problematisch.
Was tun?
Nimm mehrere Takes auf, aber übertreibe es nicht.
Vertraue auf dein Bauchgefühl (und deinen Engineer), wann ein Take „der eine“ ist.
4. Stimme & Energie unterschätzen
Dein Song lebt von deiner Stimme – doch die leidet, wenn du übermüdet oder heiser bist. Auch deine Energie zählt: Wenn du deine Lines gelangweilt ins Mikro flüsterst, klingt der Song auch so.
Was tun?
Keine wilde Partynacht vor der Session.
Stimme aufwärmen & genug Wasser trinken.
Setze Emotion in deine Performance – das spürt man!
5. Schlechte Mikrofon-Technik
Ja, ein Neumann-Mikro kann deine Stimme geil einfangen – aber wenn du zu nah oder zu weit weg stehst, bringt es nichts. Viele Künstler wissen nicht, wie sie richtig ins Mikro rappen oder singen sollen.
Was tun?
Halte immer den gleichen Abstand zum Mikro.
Achte auf deine Atmung – plötzliche Luftstösse (Plosivlaute wie „P“ oder „B“) können den Take ruinieren.
Lass dir vom Engineer zeigen, wie du optimal ins Mikro singst oder rappst.
6. Overproducing – oder zu wenig Feinschliff
Ein Beat mit 20 Soundschichten oder ein trockener Loop ohne Effekte – beides kann problematisch sein. Manchmal wird ein Song mit zu vielen Extras überladen, manchmal bleibt er unterproduziert.
Was tun?
Lass Platz für Vocals – nicht jedes Instrument muss im Vordergrund stehen.
Sei offen für Vorschläge vom Producer oder Engineer.
Hör auf dein Bauchgefühl: Was dient dem Song wirklich?
7. Zu viel Druck auf sich selbst machen
Ja, Studiozeit kostet Geld – aber wenn du dich zu sehr unter Druck setzt, wird deine Performance darunter leiden. Stress ist der Feind von Kreativität.
Was tun?
Atme durch, bleib entspannt.
Mach Pausen, wenn nötig.
Musik soll Spass machen – und das hört man auch!
Fazit: Kleine Fehler, grosse Wirkung
Die beste Studio-Session entsteht, wenn du vorbereitet, konzentriert und offen für den kreativen Prozess bist. Vermeide diese sieben Fehler, dann wird dein nächster Track nicht nur gut – sondern richtig stark.